Tagesgeld beschreibt eine Form der verzinsten Geldanlage, bei der die Zinsen taggenau berechnet und gutgeschrieben werden. Gelder die auf einem solchen Tagesgeldkonto liegen erwirtschaften also an jedem Tag des Jahres Zinsgewinne, unabhängig von Anlagehöhe und – dauer. Die Höhe der Tagesgeld Zinsen orientieren sich dabei immer am aktuellen Geldmarktzins, welcher sich ständig ändert. Dennoch muss der Anleger nicht täglich prüfen wie hoch der Zins seines Tagesgeldkontos gerade ist, da Banken die Zinsen ihrer Tagesgeldkonten immer für einen gewissen Zeitraum festschreiben. Solche Zeiträume, in denen sich der Tagesgeld Zins nicht ändert, belaufen sich in der Regel auf mehrere Monate. Aktuell liegen die Tagesgeld Zinsen bei rund vier Prozent, viele Banken, darunter vor allem Direktbanken, bieten jedoch auch noch höhere Zinsen auf das Tagesgeld. Diesen Umstand verdanken wir dem zunehmenden Konkurrenzkampf der einzelnen Banken, da diese immer mehr auf dem Wege höherer Zinsen neue Kunden für sich zu gewinnen versuchen. Daher werden auch vor allem Neukunden für einen begrenzten Zeitraum erhöhte Tagesgeld Zinsen angeboten, wenn sich diese für ein Tagesgeldkonto der jeweiligen Bank entscheiden. Derzeit sind auf diesem Wege Zinsen von fast fünf Prozent im Jahr möglich, dies dann jedoch nur für einen Zeitraum von maximal sechs Monaten, danach greift dann der bei dieser Bank übliche Zinssatz, welcher für alle Kunden gleichermaßen gilt. Daher sollte man sich auch nicht zu sehr von den höheren Tagesgeld Zinsen zu Beginn blenden lassen, sondern auch genau betrachten wie hoch die Zinsen nach Ablauf dieser ersten Phase ausfallen werden. Andererseits nutzen immer mehr Anleger gezielt solche Aktionen für Neukunden und wechseln nach Ablauf der erhöhten Tagesgeld Zinsen einfach zu einem anderen Institut. Auf diesem Wege lassen sich immer wieder sehr hohe Zinsen realisieren, dies erfordert dann aber auch ein mehrmaliges Wechseln des Tagesgeldkontos binnen eines Jahres. Dies wird dann vor allem in Bezug auf den Freistellungsauftrag kompliziert, da dieser dann im Voraus genau geplant und immer nur in entsprechender Höhe bei der jeweiligen Bank eingereicht werden darf. Ein Freistellungsauftrag ist aus Sicht der Kapitalertragssteuer wichtig, da bei Nichterteilung 25 Prozent Kapitalertragssteuer anfallen, welche direkt von der Bank an das Finanzamt abgeführt werden. Ein solcher Freistellungsauftrag kann von Singles jedoch nur in maximaler Höhe von rund 800 Euro erteilt werden. Werden also im Laufe eines Jahres mehrere verschiedene Tagesgeldkonten genutzt, so muss dieser Maximalbetrag auf die verschiedenen Banken aufgeteilt werden, denn in der Summe dürfen die Freistellungsaufträge den maximalen Betrag nicht übersteigen.